Heilrezept: Nelkenwurz-Tinktur

Bild: © Schlierner – Fotolia

Nelkenwurz ist eine alte Heilpflanze, die bereits von Hildegard von Bingen gern eingesetzt wurde. Für sie war Nelkenwurz ein „Herba benedikta“ (gesegnetes Kraut). Der hohe Gerbstoffanteil und die nach Gewürznelken duftenden und schmeckenden ätherischen Verbindungen machen Nelkenwurz zu einem wirksamen Kräftigungsmittel. Nelkenwurz wirkt nachweislich antibakteriell [1], zusammenziehend (adstringierend) [2] und antioxidativ [3] und ist ein wunderbares Mittel, um Entzündungen an den Schleimhäuten oder Durchfallerkrankungen zu kurieren. Neueste Forschungen zeigten, dass die Pflanze sogar bei Morbus Parkinson oder einer Lewy-Körper-Demenz wirksam ist!!!
Bei beiden Erkrankungen findet man so genannte Lewy-Körper. Das sind runde, eosinophile, konzentrische Einschlüsse im Zytoplasma der Nervenzellen, die aus primär aus fibrilliertem α-Synuclein bestehen. In einer Studie konnte aufgezeichnet werden, dass Nelkwurz die α-Synuclein-Fibrillation in einer konzentrationsabhängigen Weise hemmt und teilweise vorgeformte α-Synuclein-Fibrillen zersetzt! [4]

Wer die Heilkraft des Nelkenwurz konservieren möchte, kann eine Tinktur aus der Wurzel der Pflanze herstellen. Hier das Rezept:

Zubereitung:
  1. Frische Nelkwurz-Wurzel säubern & zerkleinern
  2. In ein verschließbares Gefäß geben und
    im Verhältnis 1:5 mit 45%igem Alkohol
    (oder Brandwein) auffüllen Ansatz 3 Wochen
    ziehen lassen (ab und an schütteln)
  3. Abseihen und die fertige Tinktur in
    dunkle Fläschchen abfüllen

Einnahme:
  • Bei Bedarf 3 x tgl. 20-30 Tropfen einnehmen oder
    mit Wasser verdünnt zum Gurgeln oder für
    Spülungen benutzen
  • Demenz mit Lewy-Körpern
  • Durchfallerkrankungen* (innerlich)
  • Hals- und Rachenschmerzen (Gurgelmittel)
  • Morbus Parkinson [1]
  • Paradontose
  • Schleimhautentzündungen (äußerlich)
  • Zahnfleischbluten
    (betroffene Stelle direkt mit der Tinktur betupfen)
  • Zahnfleischentzündungen

[1] Jahantighi A, Kiani G, Moghaddam TT, Ghahari S.: In Vitro Antibacterial Activity of Selected Medicinal Plants Traditionally Used in Iran Against Plant and Human Pathogenic Bacteria.; Jordan Journal of Biological Sciences Volume 9, Number 3,September .2016 ISSN 1995-6673 Pages 221 – 226

[2] Granica S, Kłębowska A, Kosiński M, Piwowarski JP, Dudek MK, Kaźmierski S, Kiss AK.: Effects of Geum urbanum L. root extracts and its constituents on polymorphonuclear leucocytes functions. Significance in periodontal diseases.; J Ethnopharmacol. 2016 Jul 21;188:1-12. doi: 10.1016/j.jep.2016.04.030. Epub 2016 Apr 29.

[3] Owczarek A*, Gudej J, Olszewska MA.: Antioxidant activity of geum rivale L. and Geum urbanum L.; Acta Poloniae Pharmaceutica ñ Drug Research, Vol. 72 No. 6 pp. 1239ñ1244, 2015, ISSN 0001-6837

[4] Lobbens ES, Breydo L, Skamris T, Vestergaard B, Jäger AK, Jorgensen L, Uversky V, van de Weert M.: Mechanistic study of the inhibitory activity of Geum urbanum extract against α-Synuclein fibrillation.; Biochim Biophys Acta. 2016 Sep;1864(9):1160-9. doi: 10.1016/j.bbapap.2016.06.009. Epub 2016 Jun 21.

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