Heilrezept: Ringelblumen-Tinktur

Die Ringelblume, auch Sonnenbraut genannt, ist eine der bekanntesten Heilpflanzen. Leicht zu ziehen, sehr genügsam, aber unschlagbar in ihrer Heilkraft sollte sie in keinem Kräutergarten fehlen. Wer Ringelblumenblüten kauft, erhält meist nur die orangefarbenen Zungenblüten. Diese enthalten aber nur 10% der Wirkstoffe. Erntet man Ringelblumen selbst und verarbeitet auch die harzigen Blütenböden, wird man mit 10-facher Heilkraft belohnt.
Was viele nicht wissen: Ringelblume wurde früher auch als „Herba Cancri“ (Krebs-Kraut) bezeichnet. Nun wurde früher vieles als Krebs bezeichnet, was keiner war, aber interessanterweise wirkt Ringelblume tatsächlich zytotoxisch auf verschiendene Typen von Tumorzellen, z.B. bei Brustkrebs [1], Darmkrebs [2] [1], Hautkrebs [2] [1], Leukämie [2] [1] und Nierenkrebs [1]. Die Wirkung geht zurück auf die in der Pflanze enthaltenen Triterpensaponine, welche die Phagozytose erhöhen.

Jetzt beginnt genau die richtige Zeit, um die Heilkraft der Ringelblume zu konservieren und sich einen  kleinen Vorrat an Ringelblumen-Tinktur anzulegen. Hier das Rezept:

Zubereitung:
  1. Frische Ringelblumen-Blüten
    (mit Blütenboden!)
    zerkleinern
  2. In ein verschließbares Gefäß geben und
    im Verhältnis 1:5 mit 40%igem Alkohol
    auffüllen Ansatz 3 Wochen ziehen lassen
    (ab und an schütteln)
  3. Abseihen und die fertige Tinktur in
    dunkle Fläschchen abfüllen
Einnahme:
  • Bei Bedarf 1 – 2 TL (2 – 4 ml) Tinktur
    auf ¼ bis ½ Liter Wasser einnehmen
    oder für Umschläge verwenden

Anwendung bei:

  • Akne
  • Ekzeme
  • Dermatitis, strahleninduzierter [3]
  • Entzündungen von Haut und Schleimhaut [4]
  • Furunkel
  • Geschwüre
  • Gingivitis [5]
  • Venenentzündungen
  • Verbrennungen [4]
  • Windeldermatitis
  • Ulcus cruris [4]
  • Wunden, schlecht heilende (z.Bsp. Quetsch-, Schlag-, Stich-, Biss- und Risswunden) [4]

[1] Medina EJ, Lora AG, Paco L, Algarra I, Collado A, Garrido F: A new extract of the plant Calendula officinalis produces a dual in vitro effect: cytotoxic antitumor activity and lymphocyte activation.; BMC Cancer, 2006; 6: 119-132.

[2] Ukiya M, Akihisa T, Yasukawa K, Tokuda H, Suzuki T, Kimura Y: Anti-inflammatory, anti-tumor-promoting, and cytotoxic activities of constituents of marigold (Calendula officinalis) flowers.; J Nat Prod. 2006 Dec;69(12):1692-6.

[3] Pommier P, Gomez F, Sunyach MP, D’Hombres A, Carrie C, Montbarbon X: Phase III randomized trial of Calendula officinalis compared with trolamine for the prevention of acute dermatitis during irradiation for breast cancer.; J Clin Oncol. 2004;22:1447–53.

[4] Erscheinungsdatum Bundesanzeiger: 13.3.1986., Heftnummer: 50., ATC-Code: D03CA.
Monographie BGA/BfArM (Kommission E)
buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien/calendulae-flos-ringelblumenblueten.htm

[5] Khairnar MS, Pawar B, Marawar PP, Mani A: Evaluation of Calendula officinalis as an anti-plaque and anti-gingivitis agent.; J Indian Soc Periodontol. 2013 Nov;17(6):741-7. doi: 10.4103/0972-124X.124491.

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