Gartenkresse: Heilt und schützt stark!

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Gartenkresse ist eine einjährige Kulturpflanze, die ursprünglich aus Vorderasien stammt. Die alten Hochkulturen der Antike kultivierten und nutzten die Pflanze zu Heil- und Würzzwecken. Vermutlich waren es die Römer, welche die Gartenkresse bereits in der Antike nach Europa brachten.
Studiert man Literaturquellen zur Kresse sollte man darauf achten, ob sich die Angaben auf Gartenkresse oder die hier heimische Brunnenkresse beziehen. Letztere ist in der hiesigen Literatur viel häufiger zu finden. Dabei braucht sich die Gartenkresse mit ihrer Heilkraft nicht zu verstecken. Besonders die Samen der Gartenkresse sind unglaublich heilsam. Sie wirken leberschützend bei Vergiftungen und sind in ihrer Wirkung vergleichbar mit dem in der Mariendistel enthaltenen Wirkstoff Silymarin! Die Wirkung gegen Bakteri (mehr …)

Leberblümchen: Heilt die Leber, klärt die Wut!

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Das Leberblümchen ist eine Heilpflanze, die bereits von den europäischen und nordamerikanischen Urvölkern genutzt wurde. Das hübsche blaue Pflänzchen blüht als eines der ersten auffälligen Arten im Jahr und läutet den Frühling ein.
Die Blätter des Leberblümchen sind dreilappig und an der Unterseite rötlich gefärbt. Nach der mittelalterlichen Signaturlehre hat die Pflanze daher einen Bezug zur Leber. In mittelalterlichen Kräuterbüchern wird das Leberblümchen als wichtige Pflanze zum öffnen und heilen verstopfter Leber erwähnt. Im Buch Gart der Gesundheit (1485) heißt es in Kapitel 156 von der Epatica oder dem Lebberkrut: »Ein Trank von diesem Kraut ist sehr gut der bösen Leber und erfrischt sie.«
Die Wirkung des Leberblümchens geht weit über die normale phytotherapeutische Wirkung hinaus. Es hilft auch bei Beschwerden, die durch einen einen Mangel an Energie bei gleichzeitiger überstarker Energie (z.B. Wut und Zorn) gekennzeichnet sind. Dadurch gibt das Leberblümchen verlorene Energie zurück, beruhigt das Gemüt und hilft bei Unzufriedenheit jeder Art. (mehr …)

Scharbockskraut: Frühjahrs-Vitamin-C

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Scharbockskraut ist eine klassische Heilpflanze des Frühlings. Es bildet oft die erste grüne Bodenschicht (Krautschicht) nach der Winterzeit und war für die europäische Urbevölkerung nach der langen Winterzeit einer der ersten Vitamin-C-Lieferanten. Deshalb wird die Pflanze mitunter auch als „Frühlingssalat“ bezeichnet. Auch für die früheren Seefahrer war das Scharbockskraut von großer Bedeutung. „Scharbock“ ist ein altertümlicher Name für die bei Seeleuten gefürchteten Skorbut – eine Krankheit, die durch Vitamin-C-Mangel ausgelöst wird.
Für Freunde der Wildkräuterküche ist Scharbockskraut interessant, um Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben, denn frische Blättchen lassen sich wunderbar in Smoothies, Salaten, Kräuterbutter und -soßen einsetzen. (mehr …)

Wegwarte: Sanfte Bitterkraft

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Die Wegwarte war bereits bei den alten Ägyptern als magenstärkendes Gemüse bekannt. Ihre milde Bitterkraft wird gern dann eingesetzt, wenn andere Bitterpflanzen als zu heftig empfunden werden. Die Wegwarte steht geduldig am Weg und erleuchtet mit ihren hellblauen Blüten den Pfad der goldenen Mitte.
Traditionell wurde Wegwarte bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Magen- & Zwölffingerdarm-Geschwüren und zur Ausleitung von Schwermetallen eingesetzt. Die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe tonisieren und stärken Bauchspeicheldrüse, Milz und Leber. Neuere Studien zeigten zudem, dass die (mehr …)

Brunnenkresse: Meisterin des Drogen-Detox

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Die Brunnenkresse ist ein sehr heilträchtiges Kraut, dass sowohl von den europäischen Urvölkern, als auch von den großen Ärzten der griechischen Antike genutzt wurde. Vom berühmten Hippokrates weiß man, dass er sein erstes Krankenhaus in der Nähe eines Baches ansiedelte, damit er stets frische Brunnenkresse zur Behandlung seiner Patienten ernten konnte. Nicht ohne Grund, denn Brunnenkresse enthält neben sehr viel Vitamin C vor allem Glucosinolate, organische Schwefelverbindungen, die ein sehr stark antikarzinogenes Potenzial besitzen. Unter den chemopräventiv wirksamen Phytaminen nimmt die Brunnenkresse daher einen Spitzenplatz ein. Daneben bewirkte Brunnenkresse eine deutlich vermehrte Ausscheidung von krebserregenden Stoffen aus Tabakrauch und kann so Rauchern bei der Entgiftung und Krebsvorbeugung helfen. Neuere Studien zeigen, dass Brunnenkresse sogar die lebertoxische Wirkung von Paracetamol (Acetaminophen) senken kann. (mehr …)

Piment: Das Wunderkorn der Azteken

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Piment wurde bereits von den Azteken Mittelamerikas als Würz- und Heilpflanze genutzt. Unter dem Namen Xocoxochitl verwendete man die Samen vor allem zum Würzen von Kakao-Zubereitungen. Da Piment Heileigenschaften von Pfeffer, Gewürznelken und Zimt in sich vereint, ist er aber auch außerhalb der Küche interessant.
Besonders die antibakterielle Kraft von Piment ist unübertroffen. In einer Studie wurden die ätherischen Öle von 50 verschiedenen Pflanzen auf ihre antibakteriellen Eigenschaften gegen 25 Bakterien-Gattungen untersucht. Piment schaffte es auf die Top-10-Liste der wirksamsten Öle (neben Thymian, Zimt, Liebstöckel, Gewürznelke, Bittermandel, Lorbeer, Majoran, Engelwurz und Muskatnuss)! (mehr …)

Ulme: Die Heilkraft des „Elfen-Baumes“

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Ulmen wachsen schon seit 10 Millionen Jahren auf unserem Planeten und sind fest mit den Legenden und Mythen alter Völker verbunden. Im antiken Griechenland stand die Ulme in Verbindung zu Orpheus und der Unterwelt. Auch bei den Briten bestand dieser Glaube. Dort meint man, dass Ulmen mit Elfen in Verbindung stehen und die Toten in die Anderswelt begleiten. Für die nordischen Völker wurde der Mensch aus der Asche einer Ulme gefertigt.
Tief ist die Ulme mit dem mystischen Glauben unsere Ahnen verwurzelt. Sie galt als Hüterin über das Wissen, wie man die eigene Intuition zu voller Blüte bringen kann und als Schlüssel zu Empathie und Mitleid.
Auch für Heilzwecke wurde die Ulme genutzt. Das Verräuchern von Ulmenblättern und -rinde sollte Krankheiten und Seuchen vertreiben. Wegen ihres hohen Ge (mehr …)

Salbei: Das heilende Rauhnacht-Kraut

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Bevor Salbei Einzug in die Heilkunde des Abendlandes hielt, hatte er in Kleinasien und dem Mittelmeerraum bereits eine lange Karriere als Heilpflanze hinter sich. Schon im 4. Jahrhundert wurde er von Theophrast als „Speise der Gebärenden“ bezeichnet. Später prägte vor allem ein Satz der berühmten medizinischen Schule in Salerno die Medizinbücher: „Cur moriatur homo, cui salvia crescit in horto?” – Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?
Nun, sicher ist Salbei kein „Kraut der Unsterblichkeit“, aber er wirkt nachweislich antibakteriell, virustatisch und entzündungshemmend und ist daher genau das richtige Kraut, wenn es um Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut geht. (mehr …)

Ingwer: Der Alleskönner

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In der Heilkunde Indiens und Chinas wird Ingwer seit Jahrtausenden als Heilpflanze eingesetzt. Über Handelswege gelangte die würzige Knolle bis nach Europa. Dioskurides (1. Jh.) setze Ingwer bereits als festen Bestandteil der Heilkunde ein und empfahl ihn als Stomachikum, als Mittel gegen Verdunkelungen der Augen und als Antidot. Der Gebrauch der kostbaren Wurzel verbreitete sich rasch und bald war Ingwer aus vielen Heilrezepten kaum mehr wegzudenken. Die Begeisterung für Ingwer hält bis heute an, denn seine Heilkraft ist auch aktuell vielseitig einsetzbar. So haben neuere Studien haben gezeigt, dass Ingwer-Extrakt signifikant wachstumshemmende Effekte bei Brust- und Prostatakrebs hat und die Schwere der durch eine Chemotherapie hervorgerufenen Übelkeit deutlich reduzieren kann. Darüber hinaus ist Ingwer auch bei Fettleber, rheumatoider Arthritis und Unterleibskrämpfen sehr wirksam. (mehr …)