Liebstöckel: Das heilende Suppengewürz

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Liebstöckel ist den meisten als Suppengewürz bekannt. In der Tat wird diese Pflanze bereits seit der Antike in der Küche genutzt. Aber auch ihre Eigenschaften als Heilpflanze sind nicht zu verachten. Die harntreibende Wirkung des Liebstöckels wurde sogar im „Capitulare de villis“ von Karl dem Großen erwähnt. Auch Hildegard von Bingen setzte diese Pflanze erfolgreich ein. Neuere Studien zeigen, dass das im Liebstöckel enthaltene ätherische Öl zu den am stärksten antibakteriell wirksamen Ölen gehört!
Auch die schmerzhemmenden Eigenschaften von Liebstöckel können sich sehen lassen. Das in der Pflanze enthaltene Ligustilid wirkte in Dosen von 10 mg / kg genauso stark, wie eine sehr hohe Dosis von Aspirin (200 mg / kg)! In vitro konnte auch eine Antitumor-Aktivität gegen Leber- und Brustkrebszellen nachgewiesen werden. (mehr …)

Löffelkraut: Vitamin C für Wikinger

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Das Löffelkraut ist eine alte Heilpflanze, die man bis ins letzte Jahrhundert noch in vielen Hausgärten vorfand. Bereits die Wikinger sollen Löffelkraut, eingelegt in Salz, als Mittel gegen Skorbut mit auf See genommen haben. Der hoher Vitamin C-Gehalt und die Tatsache, dass sich die Blätter auch im Winter ernten lassen, machten die Pflanze attraktiv.
Doch auch aus heutiger Sicher ist Löffelkraut interessant. Die im Kraut enthaltene hohe Konzentrationen an Vitamin C und bioaktiven sekundären Pflanzenstoffen schützt die Zellen effektiv vor freien Radikalen und stärkt das Immunsystem. Die zahlreich enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe wirken antibakteriell und keimtötend und können sehr gut gegen Geschwüre, Pickel und Ekzeme eingesetzt werden. (mehr …)

Bohnenkraut: Der “Satyrn” unter den Heilpflanzen

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Das Bohnenkraut, Satureja hortensis, war bereits bei in der Antike beliebt. Der wissenschaftliche Name Satureja leitet sich von „Satyrn“ ab, einem dämonischen Mischwesen, menschengestaltig, aber mit Rossschweifen und Bocksbeinen. Da dem Satyr ein starker Sexualtrieb nachgesagt wurde verwundert es nicht, dass das Bohnenkraut bereits in der Antike als starkes Aphrodisiakum galt.
Bei näherer Betrachtung hat das Bohnenkraut so einige Überraschungen parat! Sein ätherisches Öl zeigt eine potentielle Anti-HIV-Aktivität. Es ist wirksam gegen Candida-albicans-Infektionen, Krankenhauskeime und über 20 weitere Keime! Das ätherische Öl ist auch sehr gut geeignet, um eine die Nebennierenrinde zu stärken. Das Kraut kann u.a. bei Durchfall, Magen-Darmbeschwerden, Blähungen und Erkältung verwendet werden. (mehr …)

Blauer Natternkopf: Die kleine Schwester des Beinwell

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Natternkopf hat seinen Namen, weil die Blüten an kleine Schlagenköpfe erinnern. Weil man früher wurde oft einen Zusammenhang zwischen Aussehen und Wirkung sah, wurde Natternkopf gegen Schlagenbisse eingesetzt. In Mitteleuropa kommen allerdings keine wirklich giftigen Schlagen vor, so dass die Wirkung eher eine wundheilende gewesen sein dürfte. In der Tat ähnelt die Wirkung der von Beinwell und Borretsch, die zur selben Pflanzenfamilie gehören. Gerade Beinwell ist als starkes Wundheilmittel bekannt. Auch wenn Natternkopf in der Heilkunde kaum noch Verwendung findet, kann er in seiner Wirkung als die kleine Schwester des Beinwell betrachtet werden. Die Wurzel des Natternkopf kann außerdem zum Färben verwendet werden (färbt rot)… (mehr …)

Pfingstrose: Das Epilepsie-Kraut

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Die Pfingstrose wird bereits seit der Antike für Heilzwecke genutzt. Auch in den Mythen der antiken Völker spielt sie eine große Rolle. Eine diese Mythen besagt, dass Paeon, ein Arzt der Götter, den nach einem Kampf mit Herkules verwundeten Pluto mit der Pfingstrose heilte. Asclepius (Aesculap), der Lehrer von Paeon, soll auf den Erfolg seines Schülers mit Eifersucht reagiert haben und liess seinen Schüler töten. Als Pluto den toten Paeon sah, nahm er dessen Leichnam und verwandelte ihn in eine Pfingstrose und gab ihr fortan den Namen Paeonia. Das war sein Dank an den verstorbenen Heilkundigen. (mehr …)

Kamille: Das kleine Wund(er)kraut

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Kamille ist ein kleines Wunderkraut. Obwohl sie schon seit Jahrhunderten fester Bestandteil der europäischen Heilkunde ist, überrascht sie doch immer wieder. Regulär wird sie gegen Entzündungen der Haut und Schleimhäute und bei Gastritis eingesetzt. Neuere Untersuchungen zeigen, dass sie bei der Wundheilung sogar besser wirkt, als Cortisonsalbe und auch gegen Einschlafstörungen, Ängste und Einnässen bei Kindern helfen kann. (mehr …)

Labkraut: Der kleine Krebsvertreiber

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Mit unglaublichem Wissen über die Natur und einer heute kaum vorstellbaren Beobachtungsgabe haben unsere Ahnen erkannt, dass Labkraut bestimmte Milcheiweiße gerinnen lässt. Daher begleitet das Labkraut die Wege des Menschen spätestens seit der prähistorischen Zeit, als man begann aus Milch Käse herzustellen. Der älteste Käse konnte auf ein Alter von über 4.000 Jahre datiert werden. Auch im Magen der Gletschermumie Ötzi fand man Nahrungsreste, die auf Käse schließen lassen. Sollte sich dies bestätigen, wäre dieser Käse sogar 5.000 Jahre alt.

Natürlich fand Labkraut auch in der Heilkunde seinen Einsatz. Es entfaltet seine Heilkraft vor allem im frischen Zustand. Wer gern Wildkräuter in seinen Alltag einbaut, kommt um Labkraut kaum herum. Es ist eine der wenigen Pflanzen, die entgiftend und kräftigend auf fast alle inneren Organe wirkt. Außerdem wurden mit frischem Labkraut-Saft sehr gute Erfolge bei Brustkrebs, Leukämie und Speiseröhrenkrebs erzielt. (mehr …)

Flieder: Fieberpflanze aus dem Garten

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Jeder kennt den wunderbar duften Gartenflieder. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Vorderasien. Erst spät, etwa seit Ende des 16. Jahrhunderts, fand Flieder seinen Weg in mitteleuropäische Parks und Gärten. Den meisten ist er als Zierpflanze bekannt. Nur wenige wissen, dass man ihn auch als Heilpflanze nutzen kann. Seine Blüten schmecken bitter und haben eine hohe antioxidative und verdauungsanregende Wirkung. Blätter und Rinde lassen sich gegen Fieber und Schmerzen einsetzen. (mehr …)