Buschwindröschen: Das zarte “Hexenblümchen”

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Das Buschwindröschen ist eine uralte Heilpflanze, die bereits von der europäischen und eurasischen Urbevölkerung genutzt wurde. Ihr Name „Anemone“ geht auf die Nymphe Anemona zurück, welche am Hofe der Göttin Flora weilte. Der Sage nach soll Flora die Nymphe in das Buschwindröschen verwandelt haben. Der Grund war Eifersucht, denn Floras Gatte Zephyr, der Gott des Windes, hatte sich in Anemona verliebt.
So manch Magie und Zauberkraft wurde diesem zarten „Hexenblümchen“ nachgesagt. Manchen galt sie als Totenblume, anderen als Universalschutz gegen Krankheiten, doch in der modernen Heilkunde hat das kleine weiße Blümchen kaum Spuren hinterlassen. (mehr …)

Lungenkraut: Die „Blaue Schlüsselblume“

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Das Lungenkraut wurde, wie der Name schon vermuten lässt, bei Erkrankungen der Lunge eingesetzt. Früher leitete man die Wirkung eine Pflanze von ihrem Aussehen ab. Da die Blätter des Lungenkraut an eine mit Flecken durchsetzte Lunge erinnern, schloss man auf eine Wirkung bei Lungenbeschwerden. Auch Hildegard von Bingen setzte Lungenkraut ein und nannte die Pflanze Lungwurtz. (mehr …)

Duftveilchen: Das kleine Hustenkraut

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Das Veilchen begleitet schon lang die Wege des Menschen. Einer griechischen Sage nach haben Nymphen das Duftveilchen zur Gründung der Stadt Athen dargebracht. Aber nicht nur sein Duft war heiß begehrt. Auch in der Heilkunde wird das Duftveilchen seit der Antike verwendet. Zwar hat die Kommission E dem kleinen Pflänzchen nur eine Negativ-Monographie zugesprochen, doch wer ein Fan alter Rezepte ist und auf das Wissen der Altvorderen vertraut, für den haben wir in unserem Heilpflanzen-Lexikon einiges zusammengetragen. (mehr …)

Olivenbaum: Das Geschenk der Götter

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Bild: © Anja Alijah Flick

Glaubt man den Sagen und Mythen der antiken Völker des Orient, dann war der Olivenbaum ein an die Menschheit. Seine Früchte und das daraus gewonnene Öl waren eine wichtige Nahrungsquelle. Blätter und Öl werden seit Jahrtausenden zu Heilzwecken eingesetzt. In der mediterranen Küche ist Olivenöl eine wichtige Zutat und es konnte vielfach bewiesen werden, dass diese Form der Ernährung einen hohen gesundheitlichen Wert hat. Neuere Studien konnten aufzeichnen, dass auch die Blätter des Olivenbaumes eine sehr potente Heilquelle sind. Zum Beispiel erwies sich ein Extrakt aus Olivenblättern in einer Studie wirksam gegen Röntgenstrahlen! (mehr …)

Faulbaum: Abführ- und Fieberpflanze

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Der Faulbaum spielte in der Volksheilkunde schon immer eine Rolle als Abführ- und Fiebermittel. Da er den Ärzten der Antike unbekannt zu sein schien, tauchte er auch erst spät in der medizinischen Literatur auf. Erstmals beschrieben wurde die abführende Wirkung der Faulbaumrinde von Petrus de Crescentiis (1305) unter dem Namen „anormis“ oder „avornus“. Bei den in der Lausitz ansässigen Sorben, einem seit über 1.000 Jahren dort siedelndem Verbund slawischer Stämme, wurde Faulbaum auch gegen Fieber eingesetzt, indem man die grüne Rinde von neun einjährigen Faulbaum-Zweigen in Bier kochte und diesen Absud trank. Heute wird Faulbaum offiziell nur noch als Abführmittel benutzt. Wer sich etwas auskennt, kann die Rinde aber auch in blutreinigenden, gallentreibenden oder stoffwechselanregenden Teemischungen benutzen. (mehr …)

Brennnessel: Die große Meisterin

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Die Brennnessel wurde bereits von den europäischen Urvölker und den großen Heilern der Antike als Heilpflanze genutzt. Nicht ohne Grund, denn sie wirkt entzündungshemmend und harntreibend. Besonders bei Beschwerden im Nieren- und Blasenbereich können Zubereitungen aus Brennnessel helfen. Diese entwässernde Wirkung beruht u.a. auf dem hohen Gehalt an Mineralien in der Pflanze. Um optimal wirken zu können, muss aber ausreichend Flüssigkeit zugeführt werden.
Die Brennnesselwurzel verbessert Beschwerden, die mit einer vergrößerten Prostata einhergehen. Die Vergrößerung an sich wird durch Brennnesselwurzel nicht behoben. Allerdings konnte in Studien nachgewiesen werden, dass ein Extrakt aus Brennnesselwurzel das Zellwachstum von Prostatakarzinom hemmen kann. (mehr …)

Kreuzkümmel: Das Abnehm-Gewürz

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Kreuzkümmel ist eine Würz- und Heilpflanze, mit einer nachweislich über 4.000 Jahre währenden Geschichte. Die Sumerer kultivierten ihn ebenso wie die Ägypter – sie schätzten das Gewürz sogar so sehr, dass sie es ihren Toten ins Grab mitgaben. Auch in der traditionellen indischen und chinesischen Medizin hatte Kreuzkümmel einen hohen Stellenwert. Nach Europa fand er dennoch erst ab dem Mittelalter.
Obwohl er von der Kommission E noch immer keine offizielle Bewertung bekommen hat, gibt es zahlreiche Studien zu den schier unzähligen Wirkungen dieser interessanten Pflanze. So hilft Kreuzkümmel genauso gut beim Abnehmen, wie die bekannte Abnehmpille Orlistat, aber ohne deren Nebenwirkungen! Außerdem hilft Kreuzkümmel der Verdauung, wirkt gegen Entzündungen und zahlreiche Krankheitskeime, kann den Blutzuckerspiegel senken und Wechseljahresbeschwerden lindern. Auch schmerzhemmende und antitumoral Wirkungen wurden über Studien bestätigt. (mehr …)

Hafer: Der Stoffwechsel-Heiler

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Hafer begleitet die Wege des Menschen nachweislich seit mehr als 5.000 Jahren. Er war für die frühen Kulturen ein wichtiges Futter- und Nahrungsmittel. Erkennbar ist dies schon am seinen Namen, den „Avena“ leitet sich aus dem Sanskrit ab und bedeutet Schaf (avena = Schafgras). Der Sprachforscher Grimm hat nachgewiesen, daß der Name des Hafers sich in fast allen europäischen Sprachen mit dem des Ziegenbockes in Verbindung bringen lässt. Der frühe Ackerbau und Viehzucht sind somit untrennbar mit dem Hafer verbunden. Schnell verstand man auch die Heilkraft dieser wunderbaren Pflanze zu nutzen. Viele der heilenden Eigenschaftes von Hafer gehen auf seinen Gehalt an Beta-Glucanen zurück. Dabei handelt es sich um Ballaststoffe, die besonders in der äußeren Schicht des Mehlkörpers vorkommen und knapp die Hälfte der gesamten Ballaststoffe im Hafer ausmachen. Die chemisch-physikalischen Eigenschaften der Hafer-Beta-Glucane führen zu einer Reihe von physiologischen Wirkungen auf den Verdauungstrakt und den Stoffwechsel. Besonders die cholesterin- und den blutzuckerspiegel-senkende Wirkung wird dabei geschätzt. (mehr …)

Eibisch: Die Schleimhaut-Heilerin

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Eibisch stammt aus den Steppenzonen Südrusslands und Kasachstans. Nach Mitteleuropa kam er im Gepäck früher Handelsreisender und bereits in der Antike war er fester Bestandteil der Heilkunde des Mittelmeerraumes. Schon damals nutzte man Auszüge aus Blättern und Wurzeln des Eibisch gegen trockenen Reizhusten, Heiserkeit, Entzündungen im Hals- und Rachenraum und an der Magenschleimhaut. Genutzt wird hierbei vor allem der hohe Schleimgehalt der Pflanze, denn die Schleimstoffe können einen schützenden Film an den Schleimhäuten bilden. Das dämpft u.a. Hustenrezeptoren, die vor allem auf mechanische Reize und kalte Luft reagieren. Besonders in der Frühphase von Erkältungen ist das sehr hilfreich. In späteren Erkältungs-Phasen produziert der Organismus meist selbst sehr viel Sekret. Klassischerweise werden dem Eibisch dann Auswurf fördernde Pflanzen, wie Efeu oder Schlüsselblume zugesetzt. (mehr …)