Naturheilkunde

Welt-Tuberkulose-Tag

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Bild: © Negura Dincolo – Fotolia.com

Der 24. März eines jeden Jahres ist „Welt-Tuberkulose-Tag“. Heute vor 132 Jahren gab Robert Koch in Berlin die Entdeckung des Tuberkulose-Bakteriums bekannt. Das war ein großer Schritt im Kampf gegen diese Erkrankung, die zu jener Zeit in Europa und Amerika derart weit verbreitet war, dass jeder siebte daran starb.

Auch wenn in Europa und Amerika Tuberkulose für lange Zeit ihren Schrecken verloren hatte, ist das Thema durch Globalisierung, gesellschaftliche und ökonomische Ungleichgewichte in vielen Regionen der Erde immer noch brandaktuell.

Der Welt-Tuberkulose-Tag soll daran erinnern, dass auch in heutiger Zeit jährlich etwa 1,6 Millionen Menschen an Tuberkulose sterben. 

Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose, auch kurz Tbc genannt, ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, welche durch Mykobakterien verursacht wird. Diese befallen beim Menschen am häufigsten die Lungen, können aber andere Organe schädigen. Noch immer führt Tbc die weltweite Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten an.

Wodurch steckt man sich an?

Generell gilt für viele Infektionserkrankungen „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“. Das gilt auch für Tbc. Laut Statistik entwickeln nur 5 % der mit Mykobakterien infizierten Menschen im Laufe ihres Lebens eine Tuberkulose. Betroffen sind vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder einer genetisch bedingten Anfälligkeit. Auch schlechte hygienische Bedingungen, wie sie z.B. in Haftanstalten oder Kinderheimen von Entwicklungsländern oder in Krisengebieten vorliegen, sind Risikofaktoren.

Der Erreger wird in der Regel durch Tröpfcheninfektion von erkrankten Menschen weitergegeben. Ein besonders hohes Ansteckungsrisiko geht von Menschen aus, bei denen die Erreger im Auswurf (Sputum) nachweisbar ist. Man spricht dann von einer „offenen“ Tuberkulose. Sind die Keine nur in anderen Körperflüssigkeiten nachweisbar, spricht man von „potentiell offener“ Tuberkulose. Bei diesem Stadium der Tuberkulose hat der Körper die Herde in der Regel abgekapselt.

Wie verläuft eine Tuberkulose-Infektion?

Man teilt Tuberkulose in drei verschiedene Stadien ein. 

1. Primärtuberkulose (Geschlossene Tbc):

Nach der Ansteckung bilden innerhalb von drei bis sechs Wochen in der Lunge kleine Entzündungen. In der Regel sind dabei die zugehörigen Lymphknoten mit betroffen. Die Entzündungsherde werden von Blutabwehrzellen abgekapselt, wobei sich kleine Knötchen („Tuberkel“) bilden. Diese abgekapselten Herde verursachen keine Beschwerden. Dieses Stadium kann jahrelang unerkannt vorhalten, ohne dass Erreger abgegeben werden oder Symptome am Infizierten zu erkennen sind. Ist der Körper des Infizierten geschwächt und nicht in der Lage die Erreger abzukapseln, entsteht eine aktive Infektion.
2. Generalisationsstadium:

Bei mind. 10% der mit Mykobakterien Infizierten bricht die Tbc zu einem späteren Zeitpunkt aus. Meist entwickelt sich dabei die so genannte Miliartuberkulose (miliar: lateinisch = hirsegroß).
3. Organtuberkulose (extrapulmonale Tuberkulose):

Die Mykobakterien ziehen sich auf ein Organ zurück. Betroffen sind folgende Organe mit absteigender Häufigkeit
  1. Lunge
  2. Niere
  3. Darm, Knochen, Lymphknoten
  4. Haut, Genitalien...

Wie sieht die Therapie aus?

Wird die Tbc rechtzeitig erkannt, kann sie mit verschiedenen Antibiotika behandelt werden.

Gibt es naturheilkundliche Therapien?

Heilpraktikern ist die Behandlung einer Tuberkulose lt. Gesetz verboten. Es gibt allerdings aus dem Bereich der Volks- und Erfahrungsheilkunde Heilpflanzen, die unterstützend gegeben werden können. In keinem Fall darf dies als Ersatz für eine ärztliche Behandlung gesehen werden. Bei Beschwerden, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt dem Schutz der eigenen Gesundheit genauso, wie der Vorbeugung einer weiteren Ausbreitung.

Welche Gefahren gehen heutzutage noch Tbc aus?

Ein kleiner Abriss von Meldungen aus der neueren Fachpresse:

 

Anja Alijah Flick (Heilpraktikerin)

JetztGesundAtlaspraxis Flick – Blankeneser Landstr. 19 –
22587 Hamburg – Tel. 040 866488780 

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