Vanille (Vanilla planifolia)

Vanille NEU

Bild: © lenushka2012 – Fotolia.com

Vanille stammt ursprünglich aus den Wäldern des südamerikanischen Kontinents und ist eines der teuersten Gewürze der Welt. Sie wurde vor allem von den Azteken zu Heil- und Würzzwecken genutzt. Die spanischen Konquistadoren berichteten, dass dies jedoch nur zu besonderen Anlässen geschah, weil die Pflanzen einen hohen Stellenwert einnahm. Durch das unsensible Vorgehen der spanischen Eroberer ist viel Wissen um die medizinische Verwendung der Vanille verlorene gegangen. In Europa trat die teure Schote ihren Siegeszug eher als exotisches Gewürz an, so dass auch kaum Heilwissen um die Vanille in unsere Heilkunde einfloss. Dennoch gibt es einiges zur Vanille zu berichten…

Synonyme:
  • Vanilla fragrans
Englischer Pflanzenname::
  • Flat-leaved vanilla, Tahitian vanilla, West Indian vanilla
Pflanzenfamilie:
  • Orchideen (Orchidaceae)
Bezeichnung des Arzneimittels:
  • Vanillae fructus (Vanillefrüchte)
Anwendungsgebiete:
  • Antioxidativ wirkendes Geruchs- und Geschmackskorrigenz*
  • Aphrodisiakum*
  • Blähungen*
  • Depressionen [1]
  • Hysterie*
  • Menstruationsstörungen*
  • Mentale Blockaden*
  • Pilzinfektionen*
  • Schwangerschaftserbrechen (Vanille-Eis aus echter Vanille soll besser helfen als div. Medikamente)*
Wirkungen:
Inhaltsstoffe:
  • Vanillosid
  • Vanillolosid
  • Vanillin
  • Vanillinsäure
  • Harze
  • Schleimstoffe
  • Gerbstoffe
  • Enzyme
Dosierung:
  • Keine einheitliche Angabe
Gegenanzeigen:
  • Keine bekannt
Nebenwirkungen:
  • Keine bekannt
Wechselwirkungen:
  • Keine bekannt

* Volks- und Erfahrungsheilkunde
** Die Wirkung erschließt sich aus den Inhaltsstoffen der Pflanze.

Beispiele für Präparate, in denen Vanille vorkommt:

  • Keine bekannt

Beispiele für eigene Zubereitungen:

Ein Glas Chaitee

Bild: © Henry Schmitt – Fotolia.com

Vanille-Milch gegen Pilzinfektionen

  • 1 TL Vanillefrüchte zusammen mit 200 ml Milch aufkochen und 3 Minuten köcheln lassen; abseihen und 1 x tgl. eine Tasse trinken
Florasole

Bild: © Schlierner – Fotolia

Kleines Aphrodisiakum•
Zutaten:Zubereitung:
  1. Vanille, Kardamom und Basilikum in den Alkohol
    geben und 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen
    lassen; dann durch ein Tuch filtern
  2. Fertige Tinktur in dunkle Fläschchen abfüllen,
    etikettieren und gut verschlossen an einem
    dunklen und kühlen Ort lagern
  • Bei Bedarf: 3 EL der Tinktur in einer Tasse Tee, z.B. aus Damiana-Blättern

 

[1] ShoebA, Chowta M, Pallempati G, Rai A, Singh A: Evaluation of antidepressant activity of vanillin in mice.; Indian J Pharmacol. 2013 Mar-Apr; 45(2): 141–144.

Recherche-Quellen:

  • Hiller, Karl; Metzig, Matthias F.: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen, Zweiter Band, Spektrum Akademischer Verlag; Heidelberg 2003
  • Hänsel, R.; Sticher, O.: Pharmakognosie – Phytopharmazie, 8. Auflage Springer Medizin Verlag Heidelberg 2007

Internetseiten:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Gewürzvanille
  • https:/en.wikipedia.org/wiki/Vanilla_planifolia
  • www.pharmakobotanik.de/systematik/6_droge/vanill-f.htm

 

Anja Alijah Flick (Heilpraktikerin)

Atlaspraxis Flick – Blankeneser Landstr. 19 – 22587 Hamburg – Tel. 040 866488780 

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